Der Sport

 

Ein modernes Selbstverteidigungssystem

Ju Jutsu ist ein modernes Selbstverteidigungssystem, das vor allem Techniken aus den drei asiatischen Kampfkünsten Judo, Karate und Aikido miteinander verbindet. Ju bedeutet nachgeben bzw. ausweichen oder wörtlich „sanft“, Jutsu „Kunst“ oder „Kunstgriff“. Ju Jutsu ist also die Kunst, durch Nachgeben und Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen – das so genannte „ökonomische Prinzip“.

Die waffenlose Kampfkunst trug ursprünglich den Namen Jiu Jitsu. Sie hat ihre Wurzeln in China und wurde in Japan über Jahrhunderte weiterentwickelt. In Europa machten japanische Matrosen Jiu Jitsu Anfang des vergangenen Jahrhunderts bekannt. Es entstand zunächst eine Art „europäisches Jiu Jitsu“, in dem auch Boxtechniken zum Einsatz kamen.

Kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert

In den 60er Jahren wurden Angriffe jedoch immer vielfältiger und gefährlicher, so dass das alte Jiu Jitsu nicht mehr in der Lage war, einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten. Daraufhin ließ der Deutsche Judo-Bund im Jahre 1968 von damaligen Kampfsportexperten eine moderne Selbstverteidigung entwickeln, eben das Ju Jutsu. Die erste Prüfungsordnung erschien 1969. Seitdem wurde das Ju Jutsu kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert.

Die Ju Jutsu-Techniken bestehen vor allem aus Würfen, Hebeln sowie Schlägen und Tritten. Jede dieser Techniken lässt sich gegen eine Vielzahl von Angriffen erfolgreich anwenden – übrigens auch von Frauen gegen einen stärkeren Gegner.

Die Techniken sind in der Prüfungsordnung des Ju Jutsu untergliedert und den unterschiedlichen Ausbildungsstufen zugeordnet. Wie im Judo tragen Ju Jutsu-Sportler zu ihrem Gi (traditioneller weißer Kampfanzug) farbige Gürtel als Zeichen für den Stand ihres Könnens und ihrer Erfahrung. Die Kyu (Schüler)-Grade sind weiß, gelb, orange, grün, blau und braun, die Dan (Meister)-Grade schwarz, bei besonderen Verdiensten auch rot-weiß, schwarz-rot oder rot.

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